
Fr, 19.00 Uhr: FCN – 1. FC Bruchsal – 3G-Regel beachten
FCN muss weiter punkten
Die Tabelle der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg ist aktuell trügerisch. Das gilt vor allem für den FCN, der mit einer Serie von acht Punkten aus den letzten vier Spielen im Aufwärtstrend ist.
Doch trotz elf Punkten aus zehn Spielen und Rang 14 können sich die Nöttinger nicht entspannt zurücklehnen. Denn die Nöttinger haben bislang alle angesetzten Spiele ausgetragen. Um die Lila-Weißen herum sind in der Tabelle viele Mannschaften angesiedelt, die bedingt durch Spielabsagen wegen Corona-Infektionen mehrere Begegnungen im Rückstand sind.
Drei Mannschaften sind sogar drei oder vier Spiele zurück, darunter die Stuttgarter Kickers und der SSV Reutlingen, die hinter den Remchingern lauern, sowie der SV Linx, der zwei Plätze und zwei Punkte vor Nöttingen liegt.
Nach Bruchsal-Spiel warten schwere Gegner
Umso wichtiger wird es sein, dass der FCN weiter punktet, vor allem im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Bruchsal an diesem Freitag (19.00 Uhr). Denn die Bruchsaler zählen zu den Teams, die aktuell auf den Abstiegsrängen stehen. Und Michael Wittwer weiß, dass die dann folgenden Aufgaben anspruchsvoller werden. „Wir müssen nach Bissingen, anschließend kommt Göppingen zu uns“, hat der FCN-Coach schon die Spiele gegen den Tabellenzweiten und -dritten im Visier. Der Druck ist also am Freitag da, auch wenn Wittwer der Ausdruck „Pflichtsieg“ nicht gefällt.
FCN schafft Erfolgsserie trotz dezimiertem Kader
Die jüngste Erfolgsserie der Lila-Weißen ist auch deshalb erstaunlich, weil sie mit einem gebeutelten Kader geschafft wurde. Niklas Hecht-Zirpel, Mario Bilger und Holger Fuchs stehen weiterhin auf der Liste der Langzeitverletzten. Ricardo Di Piazza, der mit späten Toren die Punktgewinne gegen den 1. CfR Pforzheim und den Freiburger FC sicherte, fehlte zuletzt mit einer Innenbanddehnung im Knie.
Mittelfeldabräumer Tolga Ulusoy ist zwar wieder im Training, kommt laut Wittwer am Freitag aber nur für einen Kurzeinsatz in Frage. Und Ernesto de Santis, zuletzt beim 6:0-Sieg in Ilshofen dreifacher Torschütze, war angeschlagen und konnte nur eingeschränkt trainieren. Sollte er bis Freitag fit sein, sieht der Trainer „keinen Grund für großartige Veränderungen“ in der Startelf.
In Nöttingen wollen Sie den Weg nach oben Schritt für Schritt gehen.
„Jeder Sieg bringt ein Stück Selbstvertrauen zurück. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Es werden auch Rückschläge kommen“,
sagt Michael Wittwer.
Der FCN sich mit den acht Punkten in den vergangenen Wochen Luft verschafft. Auch Bruchsal ist zuletzt mit dem 2:1 gegen Schlusslicht Lörrach-Brombach ein ganz wichtiger Erfolg geglückt. Davor aber gab es in den drei Spielen gegen die Spitzenteams Göppingen und Bietigheim-Bissingen sowie Kellerkind Dorfmerkingen drei Niederlagen mit 1:9 Toren.
Auswärts holte der von Mirko Schneider trainierte FCB in fünf Spielen erst ein Pünktchen. 20 Gegentore zeigen auch die Bruchsaler Schwachstelle auf – nur drei Teams haben mehr kassiert. Im Angriff fehlte zuletzt lange der erkrankte Roman Hajek, der 2019 von einem FCB (Birkenfeld) zum anderen FCB (Bruchsal) gewechselt war.
Autor: Udo Koller, Pforzheimer Zeitung vom 01.10.2021