Leo Neziraj verschießt Strafstoß und muss sich der Kritik stellen

Verschossener Elfmeter sorgt für Gesprächsbedarf

Vom Gastspiel des FCN am Samstag beim Offenburger FV wird vermutlich nicht viel mehr in Erinnerung bleiben als der verschossene Elfmeter, der die Remchinger beim 0:0 wohl den Sieg gekostet hat.

Denn nach einer Partie mit wenigen Torchancen sagte Trainer Michael Wittwer: „Wer 1:0 in Führung gegangen wäre, hätte das Spiel wohl gewonnen.“

Defensiv ließen die Nöttinger fast nichts zu. Da gab es ein Sonderlob für den Auftritt von Felix Zachmann im zentralen Mittelfeld und für Torhüter Sascha Rausch, der bei Offenburgs einziger Großchance auf dem Posten war. Zu reden ist in Nöttingen sicherlich über das wenig ansehnliche Offensivspiel. Dass dabei der ungewohnte Kunstrasen eine Rolle gespielt hat, weiß Wittwer.

Zu reden ist in Nöttingen aber auch über den Elfmeter, den Offenburgs Keeper parierte. Dass auch ein Strafstoß verschossen werden kann, weiß Wittwer. Dass aber Torjäger Leutrim Neziraj zur Ausführung antrat, der bisher nicht als großer Elfmeterschütze in Erscheinung getreten ist, wurmt ihn.

In Nöttingen gibt es allerdings keine Rangliste für Strafstoßschützen. „Ich werde das nicht bestimmen. Es kommt auch immer darauf an, wer gerade auf dem Platz ist und wie sich die Spieler fühlen“, sagt Wittwer.

Doch nach Ansicht des Trainers standen in Offenburg genügend Schützen auf dem Platz, die ihre Tauglichkeit in brenzligen Situationen schon unter Beweis gestellt haben. So waren 2012 im badischen Pokalfinale beim Elfmeterschießen gegen Neckarelz Timo Brenner, Mario Bilger und Holger Fuchs erfolgreich. „Ich erwarte, dass diese Spieler dann auch hingehen und sich den Ball nehmen“, sagt Wittwer. Das aber sollte er sicherheitshalber teamintern klären, ehe der nächste Elfmeter zu schießen ist.

(Quelle: Udo Koller; www.pz.news.de vom 04.03.13)