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Presseartikel von Waltraud Günther zur FCN-Winterfeier

Musik, Tanz und Klamauk

Ins Herz von Paris nahm der FC Nöttingen an zwei Abenden in der voll besetzten Panoramahalle seine Gäste mit.

„Bonjour“ begrüßte Michael Wittwer die Gäste an dem mit Eiffelturm-Laternen geschmückten Tischen. Das schier unerschöpfliche Thema Liebe fasste Texter Martin Baret in eine amüsante Geschichte, die sich vor allem in der Rue Casanova, der Straße der leichten Mädchen abspielte. Mit welchem riesigem Aufwand und bis ins Detail nachgebauten Kulissen der FCN das Bühnenbild gestaltete, war enorm. Holger Bodemer und sein Team haben sich viel einfallen lassen und Günter Seemann war für die Technik verantwortlich. Für jede Szene, jedes Lied wechselte die Kulisse zumindest teilweise. Ebenso die vielen Kostüme, die immer passend zum jeweiligen Chanson einen nachvollziehbaren Eindruck von der Stadt der Liebe gaben.

Tanzdarbietung nach der Choreografie von Christina Gäng, die selbst als Primaballerina mittanzte, und Tanzeinlagen der Herren machten das vierstündige Programm zu einem Vergnügen. Viele FCN-Kinder waren mit von der Partie und tanzten als Kartenspiel oder Polizeiverstärkung und boten athletische und tänzerische Einlagen. Manche der bekannten Chansons wurden nicht Playback, sondern von Carola Dürr, Christina Gäng oder Maren Müller live gesungen. Das Publikum war begeistert und applaudierte heftig. Es gab auch viel zu lachen, denn die vom Fußball her bekannten Schauspieler waren zu köstlich mit dem, was sie auf der Bühne boten. Das lag nicht zuletzt an den Texten, die Martin Baret geschrieben hatte. Er spielte den sittenstrengen neuen Polizisten Pierre in der Rue Casanova, wurde aber schon an seinem ersten Tag nach einer Schlägerei unehrenhaft entlassen. Gleich gegenüber der Boulangerie Rebmann bei Martin in der Bar Chez Canal trafen sich die Zuhälter zum Pokern und die Damen boten auf der Straße in aufreizender Garderobe ihre Dienste an.

Erzählerin und Sängerin Clothilde (Carola Dürr) machte das Publikum mit den Hintergründen und Gepflogenheiten vertraut. Christine la Belle (Christina Gäng) träumt von der Liebe, ebenso wie Clothilde, die ein Auge auf Barmann Martin geworfen hat. Dieser liebt nur seine Kaffeemaschine und Clothilde ihren Vin rouge. „Je t’aime“ erklang und jeder liebte seines innig, bevor sie sich umständlich fanden. Das Publikum konnte sich kaum halten vor Lachen. Christine hält Pierre für einen Tiger und nimmt ihn mit aufs Zimmer. Er sei nur ein halber Mann und wolle nur reden. Christine vollbrachte ein Wunder bei ihm und verliebte sich in ihn. Da durften auch Zauberkunststücke von Michael Wittwer und Adolf Waidlich nicht fehlen. Nach einer kriminalistischen Einlage mit einer Mordermittlung und viel Aufregung fand die Liebe ihre gutes Ende. Ursel Seemann übernahm die Gesamtleitung.

(Quelle: Waltraud Günther; Pforzheimer Kurier vom 29.01.2013)